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03.09.2010
1-10 von 53 Reisemagazine  

Madrid - Kapitale der Künste

Eine Stadt der Superlative: In Madrid finden Zukunft und historisches Erbe auf einzigartige Weise zueinander. Hier Weltkulturerbe, einzigartige Architektur und herausragende Kunstsammlungen. Dort die brodelnde City, zugleich Wirtschafts- und Finanzzentrum des Landes.

Madrid ist ein Eldorado für Kunstliebhaber. Überreste der alten maurischen Stadtmauer, kleine gotische Kirchen und erste Werke der Renaissance zeugen von einer wechselhaften Vergangenheit. Der Name der Stadt geht auf eine arabische Bezeichnung zurück: Magerit, die "Mutter der Gewässer". So wurde die Festung benannt, die Mohammed, Omejade von Córdoba, im neunten Jahrhundert am Ufer des Flusses Manzanares errichten ließ. Obwohl die Stadt 200 Jahre lang unter maurischer Herrschaft stand, sind aus jener Zeit nur wenige Überreste der Stadtmauer und einige Türme erhalten geblieben.

Ägypten - Das Tal der Könige

Faszinierendes Luxor, Wiege der Zivilisation: Von den Griechen Theben genannt, war die Metropole lange Hauptstadt und religiöses Zentrum Ägyptens. Nur die aus Stein errichteten Tempelanlagen haben überdauert und sind stumme Zeugen einer glorreichen Vergangenheit. Zur Hochzeit zählte Theben eine Million Einwohner.

Die großartigen Säulenhallen, die gewaltigen Eingangspylone und riesigen Statuen sind eindrucksvolle Beispiele für das Machtstreben der Pharaonen und die beeindruckende Baukunst ihrer damaligen Baumeister. Nur vor dem Hintergrund des damals vorherrschenden Jenseitsglaubens werden die Gräber und die verschwenderische Pracht der Ausstattung verständlich. Der Tod galt nur als ein Hinüberwechseln in eine andere Welt, in der die Verstorbenen im Stil des Diesseits weiterlebten. Daher die Balsamierung der Leichname, die reichen Grabbeigaben, die Statuen, Reliefs, Inschriften und Bilder. Einstiger Besitz und Lebensstandard sollten den Toten verfügbar bleiben.

Spanien - Die Zeit der Feste

Der Spätsommer ist in den Weinregionen die Zeit der Weinlesefeste, der Fiestas de Vendimia. Bunte Events, Musik, Feuerwerke, Stierkämpfe, Genuss unter freiem Himmel. Höhepunkt ist das traditionelle Traubenstampfen für den ersten Most.

Die engen Strassen und die gemütliche von Arkadengängen umrundete Plaza des kleinen Städtchens Olite quellen über von Menschen. In den Bodegas unter den Arkaden sitzen die Zuschauer und jubeln den Teilnehmern des festlichen Umzuges zu. Die alles beherrschenden Farben der Kleidung sind weiß und rot. Besonders fallen die leuchtendroten Schärpen auf, die die Männer, Frauen und Kinder um die Hüften geschwungen haben. Es ist September, und Olite, die Weinhauptstadt Navarras, feiert ihr alljährliches Weinlesefest.

Tunis - Antike und Marktgewühl

Der Maghreb-Staat im Norden Afrikas bietet reizvolle Küsten, endlose Wüsten und brodelnde Städte. Wer die Intensität einer arabischen Metropole mit bewegter Vergangenheit erleben will, sollte einen Aufenthalt in der Hauptstadt Tunis einplanen.

Wo das heutige Tunis liegt, trafen sich seit jeher die Kulturen. Seefahrer steuerten die Gestade an und begegneten Berbern und anderen Wüstenvölkern. Begründet wurde die Siedlung von den Phöniziern unter dem Namen Karthago viele Jahrhunderte vor Christi Geburt. Aus dem Handelsposten im Mittelmeer entwickelte sich eine Metropole gigantischen Ausmaßes. Von hier aus herrschten die Punier, wie das dortige Volk genannt wurde, über das gesamte Mittelmeer, von hier aus starteten große Feldherren ihre Kriege, der berühmteste unter ihnen Hannibal, der den Römern das Fürchten lehrte.

Griechenland - Karpathos, Kleinod zwischen Riesen

Wenn es in Griechenland noch Geheimtipps gibt, gehört Karpathos sicher dazu. Denn die zweitgrößte Insel der Dodekanes führt zwischen den Touristen-Riesen Rhodos und Kreta ein zufriedenes Schattendasein. Besonders beliebt ist die Insel bei Windsurfern.

Auf 330 Quadratkilometern wohnen gerade 5.400 Menschen ? es gibt also reichlich Natur auf der gebirgigen, lang gezogenen Insel. Allerdings hat sich der reiche Baumbestand nach Waldbränden stark reduziert. Bereits die antiken Dorer siedelten auf der Insel, gründeten vier Städte und verbündeten sich mit den Athenern. Doch es gibt auch Helden der Neuzeit. Als nach dem zweiten Weltkrieg die Deutschen die Insel verlassen hatten, brach eine Hungersnot aus. Fischer segelten ohne Funk und Kompass nach Ägypten, um Hilfe zu holen. Bereits nach einer Woche kehrten sie mit britischen Kriegsschiffen heim, die die Bevölkerung mit Nahrungsmitteln versorgten.

Karpathos ist wegen seiner starken Winde ein Paradies für Windsurfer. Der Meltemi weht an den Küsten und macht den Chicken Bay, direkt neben dem Flughafen gelegen, zum beliebten Treffpunkt der Brettfans. Direkt daneben liegen mit Gun Bay und etwas nördlich Devils Bay weitere beliebte Reviere. Wenn der Wind auffrischt, treffen sich die echten Könner am Luv-Spot, dort finden sie starke Strömungen und Brandung.

Gran Canaria - Sonne satt

Fast 250 Küstenkilometer, endlose Strände und romantische Buchten, dazu mit Las Palmas eine quirlige Hauptstadt, die als das Rio de Janeiro Europas gilt. Die drittgrößte Insel der Kanaren bietet Urlaub für jeden Geschmack ? und das 365 Tage pro Jahr.

Knapp 200 Kilometer vor der afrikanischen Küste und rund 1.100 Kilometer vom spanischen Festland entfernt, herrscht auf Gran Canaria ganzjährig ein ideales Klima mit Durchschnittstemperaturen von 20 Grad im Januar bis 26 von August bis Oktober bei jährlich 300 Sonnentagen und 23 Grad warmem Wasser. Kein Wunder, dass die abwechslungsreichste der sieben Kanareninsel gleichermaßen beliebt bei Nachtschwärmern wie Sportenthusiasten, bei Erholungssuchenden wie Familien.

Wie kein anderer Flecken der Insel verbindet Las Palmas Lebensfreude und Betriebsamkeit, Shopping, Strand- und Nachtleben. Hier geht es bunt und laut zu, und kaum ein Platz ist so angesagt wie die Clubs und Lokale entlang der Promenade, wo vom Abend bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert wird. Yuppies treffen sich im El 5 an der Plaza de la Victoria, Partyfreaks zieht es ins Toca-Toca, etwas smarter geht es im Pacha und Olimpia zu. Angesagtester Gayclub ist das ?Heaven?.

Türkei - Am Traumstrand von Kleopatra

Unter dem Bug rauscht das glasklare Wasser der Ägäis. Der Wind bläht die Segel, nur ein paar weiße Wolken treiben über den Himmel. Da erscheint wie aus dem Nichts am Horizont Sedir, die Insel der sagenumwobenen ägyptischen Königin Kleopatra.
Der Sage nach verbrachten hier die Herrscherin und der römische Imperator Marcus Antonius ihre Flitterwochen. Später diente die Insel der Königin als Refugium mit Palast, Tempel- und Sportanlagen. Bis heute berühmt ist das Eiland für seinen einzigartig feinen Sand des Kleopatra-Strandes. Ihr Gatte scheute keinen Aufwand und ließ tonnenweise Korallensand von den Gestaden des Roten Meeres heranbringen, um seiner Gemahlin zu schmeicheln. Wer seinen Fuß auf den Strand setzt, ahnt auch heute noch, wie sich Kleopatra vor rund zwei Jahrtausenden gefühlt haben dürfte. Wohl auch deshalb ist es untersagt, Sand als Souvenir mitzunehmen.
Wer nicht nur nahe am Wasser auf den Spuren der legendären Königin wandeln möchte, kann manches Zeitzeugnis vergangener Kulturen entdecken: Reste antiker Bauwerke vom Theater bis zur griechischen Stadtanlage sind ebenfalls zu sehen. Die Insel im Golf von Gökova wurde übrigens nach den hier wachsenden Zedern benannt, die sich wegen ihrer hohen Haltbarkeit besonders zum Bootsbau eignen.

Ägypten - Faszination Tauchen

Es muss nicht immer Karibik oder Südsee sein: gerade einmal vier Flugstunden von Deutschland entfernt finden Taucher exzellente Reviere. Das einst verschlafene Fischerdorf Hurghada im südlichen Ägypten bietet alles, was im oder auf dem Wasser möglich ist: Windsurfen, Segeln, Hochseefischen ? und vor allem Schnorcheln und Tauchen.

Viele Strandurlauber haben hier am Roten Meer in Anfängerkursen ihre Leidenschaft für den Tauchsport entdeckt. Die große Auswahl der Tauchbasen macht die Wahl fast zur Qual. Ist die richtige Basis gefunden, steht dem Vergnügen nichts mehr im Weg. Tag für Tag verlässt eine Armada von Booten den Hafen, um die Wassersportler zu den Riffen zu bringen.

Verlockend für Erfahrene: Das Riff Abu Nuhas. Hier haben im Laufe der Zeit vier Schiffe an den Korallenbänken ihr Ende gefunden. Das berühmteste ist die 1869 gesunkene Carnatic, die neben vielen Passagieren auch die reich gefüllte Bordkasse mit in die Tiefe riss. Zwar wurden sofort Bergungsversuche unternommen, aber rund 8.000 Goldstücke sind bis heute verschwunden. Dieser Schatz vor Hurghadas Küste beflügelt immer wieder die Fantasie der Taucher.

Gardasee - Der italienische Traum

"Kennst Du das Land, wo die Zitronen blühen", schrieb einst Goethe. Und wer heute an den Gardasee kommt, findet die Sehnsucht nach Italien befriedigt wie an kaum einem anderen Platz. Zypressenalleen, Mandelblüten und Zitronenbäume prägen das Bild einer begnadeten Gegend im Schatten grandioser Berge.

Der Gardasee ist der größte See Italiens, seine Ufer verbinden die drei Provinzen Trentino, Lombardei und Veneto. Zudem verbindet er Alpen und Mittelmeer: Während im Norden an den Ufern Gesteinsmassive bis zu 2.000 Metern Höhe emporragen und das Gewässer wie ein rauer Gebirgssee wirkt, öffnet sich der See gen Süden, die Landschaft beruhigt sich und lässt das nahe Mittelmeer erahnen.

Der Gardasee bietet unendlich viele Attraktionen, ruhige Plätzchen und Trubel, Schönheit und Faszination. Kein Wunder, sind seine Gestade doch insgesamt 160 Kilometer lang. Er ist nicht nur weit, sondern auch tief, bis zu 345 Meter nämlich. An seinen Ufern finden Urlauber so ziemlich alles, was das Herz begehrt: Von ruhigen Nestern zum beschaulichen Entschleunigen bis zu Surfhochburgen, bevölkerten Stränden wie Campingplätzen und mondänen Städten voller Dolce Vita reicht das Angebot.

Kos - Die grüne Insel

Neben Kreta und Rhodos zählt sie zu den populärsten griechischen Reisezielen: Kos ? eine Insel, die seit der Antike ihre Besucher in den Bann schlägt. Schon vor mehr als 2.000 Jahren schwärmte der griechische Dichter Herodas: ?Kos ist lieblich, angenehm zum Wohnen und reich an Wasser?.

Auch Hippokrates, der Urvater der modernen Medizin, lebte auf dem Eiland. Die Platane, unter der er vor mehr als zwei Jahrtausenden seine Schüler unterrichtete, existiert noch immer. Sie steht im Zentrum von Kos, der Hauptstadt der Insel, und ziert den Eingang der historischen Burganlage, die im 15. Jahrhundert erbaut und als Kreuzritterschloss der Johanniter berühmt wurde. Ganz im Hier und Jetzt befindet man sich rund um den Mandraki getauften Hafen mit seinen unzähligen Restaurants, Bars und Cafes. Nur einen Katzensprung entfernt beginnt das Vergnügungsviertel, in dem es in Diskotheken und Clubs bis in die frühen Morgenstunden hoch her geht.
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