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27.05.2012

Reisetipp Kuba in Kuba

Reiseland: Kuba
Region: Kuba
Ort: Kuba
Rubrik: Sehenswertes
erstellt am: 23.06.11
bereits gelesen: 1439 mal
Weiterempfehlung: ja

Autor

activereisen
Expertendetails:
Active Reisen
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DE - 91054, Erlangen
Tel.: 09131 9796 771
Fax: 09131 9706 773
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Rundreise durch West- und Zentralkuba

Rundreise Faszination Westkuba Land und Natur

viaje de Cuba en siete días
Nach einem ca. zehnstündigen Flug landen wir in Havanna, Ortszeit ca. 20 Uhr, innere Uhr 24 Uhr. Gepäckausgabe erfolgt problemlos. Wir werden von einem Reiseleiter sehr herzlich im Flughafengebäude in Empfang genommen. Vor dem airport wartet schon der Shuttlebus für den Transfer zum Hotel Presidente. Aber zuvor lädt uns der Reiseleiter zu einem Stehumtrunk ein. Wer möchte bekommt Rum und/oder auch eine Zigarre. Wir lassen uns nicht zweimal bitten. Die „bottle of rum“ weckt wieder neue Lebensgeister. Die Urlaubslaune und gute Stimmung wächst mit jedem Schluck. Cuba wir sind angekommen.

Wir sind eine erfahrene und weitgereiste Gruppe von sieben Personen. Eine solche freundliche Begrüßung haben wir noch nirgendwo erlebt. Fahrt zum Hotel normalerweise zwanzig Minuten. Wir haben aber kurz- wegen einem Missverständnis - zunächst ein anderes Stadthotel „besucht“. Aber das freundliche Hotelpersonal klärte uns auf und wir kamen dann mit einem „kleinen“ Umweg beim Hotel Presidente an. Einchecken etc. ging schnell und reibungslos, sodass wir uns an diesem Abend auch die Hotelbar noch inspizierten, die in den nächsten zwei Wochen Cubaaufenthalt „neue Stammgäste“ gefunden hatte. Das Hotel hat, wie alle Hotels auf der Rundreise, kleinere Schwächen in der Ausstattung (Überlastung Stromnetz, Handtuchhalter wackeln, Wasserdruck eher leidlich gut zum Duschen u.ä.). Dies sind Feststellungen, keine Kritik. Wenn man eine Reise nach Cuba macht, manchmal glaubte man auch sagen zu können, eine Reise in die Vergangenheit, dann ist nun einmal die Einrichtung in den Hotels antiquiert. Auch das politische System hat das Seine hierzu beigetragen, wenn man nur an die herrliche, aber vielfach desolaten Häuser und Fassaden denkt. Aber gerade das macht ja den Reiz einer Reise aus. Impressionen von Land und Leuten kennen zu lernen und eine andere Kultur neu zu entdecken. Mit unserer liebenswerten Rundreiseleiterin Alexandra ist uns das auch sehr leicht gemacht worden. Sie sprach perfekt Deutsch, obwohl Sie noch niemals in Deutschland war. Aufgrund ihres vielseitigen Wortschatzes und profunden Wissens um die Geschichte von Cuba haben wir in leicht verständlicher Weise auf unserer Rundreise Cuba kennen und lieben gelernt.

1. Reisetag

Der erste Rundreisetag führte uns über wenig befahrene Autobahnen (Haustiere, Fahrradfahrer, Eselkarren sind auch auf der Autopista anzutreffen) ins Vinales Tal mit weitläufigen Tabakanbaugebieten und Karstgebirge. Ein Besuch einer Zigarrenfabrik weckte bei uns Erinnerungen an unsere Jugendzeit, da wir in Deutschland auch in einer Tabakregion aufgewachsen sind. Unser freundlicher, versierter Busfahrer Lionel zeigte in dieser gigantischen Naturlandschaft mit den teilweise engen Strassen, dass er sein Handwerk versteht. Höhepunkt war an diesem Tag der Aussichtpunkt „Los Jazmines“. Auf dem Rückweg nach Havanna machten wir noch einen kleinen Abstecher bei dem riesigen prähistorischen Wandbild an einem der Mogoten.

2. Reisetag

Die Weiterfahrt mit dem Bus ging in Richtung Osten durch die hügligen Ausläufer der Escambray-Berge nach Santa Clara in die Stadt eines Mannes, der heute noch allgegenwärtig auf großen Transparenten, T-shirt usw. in ganz Cuba gegenwärtig ist - Ernesto Guevara de la Serna, genannt Che Guevara. Hier gewann der in Argentinien geborene Arzt und Revolutionär Ende 1958 die entscheidende Schlacht im kubanischen Revolutionskampf gegen Batista (Panzerzug, Monument Che Guevara). Spät abends erreichten wir über steile Serpentinen das Berghotel Los Helechos. Das Hotel macht einen von außen betrachtet teilweise sanierungsbedürftigen Eindruck. Die Zimmer sind dennoch sauber und gepflegt. Nach dem Abendessen (die quantitativ und qualitativ guten einheimischen Mahlzeiten auf der Rundreise wurden in Buffetform gereicht) wurde noch zur Unterhaltung kubanische Folkloremusik und attraktive Tanzeinlagen an der Bar geboten.

3. Reisetag

Mit russischen großen Lkw-Fahrzeugen, die zur Personenbeförderung auf der Ladefläche umgebaut worden sind, ging es früh am Morgen über steinige staubige sowie steile Feld - und Waldwege ca. eine Stunde zu unserem Ausgangspunkt der heutigen Tageswanderung im Naturpark Guanayara. Über dschungelartige Pfade, kleine behelfsmäßig erbaute Holzstege führte uns der Weg zu einem kleinen wunderschönen See. Nach der schweißtreibenden Wanderung konnte hier ein erfrischendes Bad oder auch Dusche unter dem Wasserfall genommen werden. Weiter ging es mit unserer ortskundigen Wanderführerin, die uns immer wieder auf die Besonderheiten in Flora und Fauna aufmerksam machte, an denen wir vielleicht achtlos vorübergegangen wären. Von der Hitze und Schwüle gezeichnet konnten wir uns dann in einem kleinen Bergrestaurant im Naturpark bei einem sehr gutem Essen regenerieren und natürlich auch mit einem Gläschen Rum die Lebensgeister wieder beleben. Am Nachmittag waren wir zur Stadtbesichtigung in Trinidad (Unesco Weltkulturerbe). Die Blütezeit Trinidads begann Mitte des 18. Jahrhunderts auf der Grundlage von Sklavenhandel, Zuckerrohranbau und Zuckerhandel. Aus dieser Blütezeit jedoch stammt das einzigartige Stadtbild mit seinen vielen Prachtbauten, Plätzen, Gassen und Kirchen. Der Spaziergang durch die Stadt kann bisweilen auch etwas mühselig sein, da das Kopfsteinpflaster fast alle Strassen beherrscht. Aber beim Schlendern entlang der bunten einstöckigen Häusern mit Fenstergittern und Veranden fühlt man sich in die frühe Kolonialzeit zurückversetzt. Der Parque José Marti ist der Mittelpunkt von Trinidad. Mit seinen Palmen, weißen Zäunen und bronzenen Windhunden verbreitet er arrondiert von den Bürgerhäusern und Museen seinen eigenen wunderbaren Charme. Nach soviel Kultur, Historie und Architektur gab es dann am Spätnachmittag im Restaurant Canchanchara den gleichnamigen Longdrink aus Rum Limettensaft, Honig und Eiswürfeln.

Auf der Weiterfahrt zu unserem Hotel durch das sogenannte Zuckermühlental mit den bis zum Horizont reichenden Zuckerrohrplantagen machten wir noch einen Zwischenhalt auf einer ehemaligen Plantage (Manacas-Iznaga) und besichtigten das prunkvolle Herrschaftshaus. Wer Lust hatte, konnte den 45 m hohen Torre de Iznaga besteigen. Der Turm diente in der Hochphase des Zuckerrohranbaus dazu, die im Umkreis liegenden Zuckerohrfelder mit den Sklaven zu überwachen und um frühzeitig Brände zu entdecken. Ein Besuch und Rundfahrt durch die historische Provinzhauptstadt Sancti Spiritus (Weltkulturerbe) war ein weiterer kultureller Höhepunkt dieser Reise.

4. Reisetag

Heute stand eine weitere kleinere Wanderung von einer Stunde durch einen wunderbaren Nationalpark am Vormittag auf dem Tagesprogramm. Wer wollte, durfte anschließend noch auf dem Rücken eines Pferdes die tropische Pflanzenwelt bewundern. An diesem Tag kamen wir am frühen Nachmittag in dem schönen Hotelkomplex Los Caneyes an, den wir auf der Fahrt von Havanna nach Trinidad bei einem Mittagessen schon kennengelernt hatten. Schöne geräumige und gepflegte Zimmer in kleinen Rundpavillons sowie ein großer Pool mit gut sortierter Bar zum relaxen. Die Mahlzeiten und das Frühstück wurden auch hier in Buffetform präsentiert. Es war für jeden Geschmack etwas dabei. Über kleinere Unzulänglichkeiten, dass es zu wenig Kaffeetassen oder Kaffeelöffel gab, muss man in einem solchen Land wie Cuba großzügig hinwegsehen. Wir sind alle reiseerfahren genug gewesen um entsprechend zu improvisieren. Aus einer Suppentasse schmeckt ein Kaffee auch ganz gut.

5. Reisetag

Am heutigen Tag starteten wir mit dem Bus Richtung kubanische Nordküste. Über einen 48 km langen aufgeschütteten Steindamm durch das Meer gelangten wir zur Insel „Cayo Las Brujas“. Cayo ist gleichbedeutend mit „isla“ und bedeutet in Cuba Insel. An einem rund zehn Kilometer langen unberührten, außergewöhnlich schönen weißen Sandstrand durften wir bei kühlem Bierchen, Mojito etc. mit Blick über das türkisblaue Meer die Seele baumeln lassen. Mittagessen gab es in einem unmittelbar am Meer liegenden Restaurant. Baden, am Strand spazieren gehen oder die vielfältigen Eindrücke der letzten Tage „verarbeiten“. Jeder nutzte diesen schönen Nachmittag wie er Lust dazu hatte.

Letzter Reisetag

Laut Reiseprogramm ist normalerweise der erste Tag für die Besichtigung von Havanna vorgesehen. Unser Reisebüro hat auf unseren Wunsch hin, da wir wegen der Flugverbindung erst einen Tag später in Havanna ankamen, individuell die Rundreise so umgestaltet, dass wir an unserem Abreisetag Althavanna und Havanna besichtigen konnten. So konnten wir vor unserem Rückflug nach Deutschland, wir waren zwischenzeitlich eine Woche Tauchen in Cayo Largo, den Abreisetag sinnvoll nutzen. Mit Bus und zu Fuß ging es durch Althavanna, über den Arms Square zum Capitol, dem Parque Central, Parque de la Fraternidad, Rummuseum und über die Prachtstraße Malecon am Ufer entlang zum Hotel Presidente zurück. Hier konnten wir uns nochmals frisch machen, bevor es dann am späten Abend hieß: ¡hasta la vista! Cuba. Auf Wiedersehen Cuba!

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