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27.05.2012

Reisetipp Neuseeland in Neuseeland

Reiseland: Neuseeland
Region: Neuseeland
Ort: Auckland
Rubrik: Sehenswertes
erstellt am: 28.12.11
bereits gelesen: 189 mal
Weiterempfehlung: ja

Autor

simon_muenchen

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Neuseeland mit dem Campervan

Im November 2011 haben eine gute Freundin und ich Neuseeland mit dem Campervan erkundet. Vorweg ist gleich zu sagen, Neuseeland hält was es verspricht und ist definitiv eine Reise wert. Es war das bislang schönste Land das ich gesehen habe, auch wenn Teile der USA oder Kanada ebenfalls beeindruckend schön waren. Insgesamt waren wir vier Wochen am Stück unterwegs, was allerdings viel zu kurz ist, wenn man alle interessanten Ecken besuchen möchte. Man sollte mindestens vier Wochen für je eine der beiden Inseln einplanen. Wir mieteten uns also vor Ort einen Wanderer Campervan (inkl. Toilette und Dusche) der Marke Backpacker und starteten unseren Neuseeland-Trip von Auckland aus.

Auckland an sich ist eine wunderschöne, gepflegte und sehr stylische Großstadt (1,2 Mio. Einwohner). Der Hafen ist sehr einladend, abends gibt es hier jede Menge schöner Bars und Kneipen. Allen voran einen Irish Pub direkt am Wasser mit toller Live-Musik und ebenso toller Stimmung an sieben Tagen die Woche. Leider ist Neuseeland ein teures Land und man sollte sich auf hohe Preise für Essen & Trinken einstellen. Geht man in ein Restaurant am Abend, so sollte man mit mindestens 20 Dollar für einen Hauptgang und eben soviel für diverse Getränke rechnen. Es geht aber auch billiger, indem man einfach in einem der zahlreichen asiatischen Snackbars oder in einem Cafe speist. Auf jeden Fall sollte man angesichts der hohen Preise nicht erschrecken, dann steht einem wundervollen Urlaub nichts im Wege.

Mit dem Camper ging es dann los Richtung Norden auf der Nordinsel. Vorbei an schönen Stränden, wie z.B. Waipu Cove hieß der erste Stop Waitangi. Ein kleines historisches Dörfchen, wo die Wurzeln der Maori (die neuseeländischen Ureinwohner) besonders spürbar sind. Mit dem Boot ging es dann am nächsten Tag nach Russell, das wunderschöne und älteste Örtchen Neuseelands mit jeder Menge alter Geschichte und Kultur. Unsere Route führte uns dann weiter, quer über die Nordinsel, an die Westküste und zu den ältesten Bäumen des Landes, den Kauris. Im Trounson National Park entdeckten wir dann im Rahmen einer Nachtwanderung dann tatsächlich zwei der sehr seltenen und scheuen Kiwis. Weiter gings dann Richtung Wellington, um von dort mit der Fähre auf die Südinsel zu fahren, vorbei an den traumhaft schönen Malborough Sounds, bei schönstem Wetter und wolkenlosem Himmel.

Generell sollte jeder Camperurlauber wissen, dass die Straßen in Neuseeland zwar gut ausgebaut und meistens leer, dafür aber sehr kurvig sind. Deshalb braucht man für 100 Kilometer schon mal 2,5 Stunden, wenn der Camper groß und die Kurven zahlreich sind. Darauf sollte man sich einstellen und genügend Zeit vor Ort einplanen, um nicht nur im Auto sitzen zu müssen.

Die Route der Südinsel führte uns von Picton nach Nelson, von dort an die Westküste nach Punakaiki, dann quer durch die Insel an die Ostküste über den grandiosen Arthurs Pass bis nach Kaikoura. Dort machten wir einen tollen Kajaktrip im offenen Meer, begleitet von Delfinen, Robben und sogar den kleinen süßen Neuseeland-Pinguinen. Dann fuhren wir die Ostküste wieder rauf, Richtung Abel Tasman Nationalpark, wo wir eine wunderschöne, aber leider verregnete drei-stündige Wanderung absolvierten. Von Picton brachte uns die Fähre dann zurück nach Wellington, wo uns zum Glück noch genug Zeit blieb, das berühmte und vor allem kostenlose (!) Te Papa Museum zu besuchen. Weiter ging es dann wieder auf der Nordinsel Richtung Auckland, über Taupo und die Schwefelstadt Rotoroua. Dann brachen die letzten Tage in Neuseeland an und am Ende mussten wir uns in Auckland von unserem Camper verabschieden.

Unser Fazit: Neuseeland ist ein Traum und wir kommen wieder! Davon kann uns auch der unendlich lange Flug nicht abhalten, denn dieses Land entschädigt für so vieles. Wer über die unfassbare Schönheit und die ständigen Unterschiede in einer traumhaft schönen Landschaft staunen will, der ist hier richtig. Wer unabhängig sein will und auch das Übernachten an öffentlichen Plätzen nicht scheut, der sollte Neuseeland ebenfalls mit dem Camper erkunden. Neuseeland ist toll organisiert und es gibt saubere, gepflegte Campingplätze an jeder Ecke. Niemals überfüllt, immer idyllisch und vor allem extrem gepflegt. Auch wildcampen ist kein Problem, solange man die Verbotsschilder beachtet und respektvoll mit der Natur umgeht. Ich kann dieses Land JEDEM nur empfehlen und werde mir sicher noch mal ein paar Wochen Zeit nehmen und den Rest des Landes zu erkunden!

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