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27.05.2012

Reisetipp in Irland

Reiseland: Irland
Region:
Ort:
Rubrik: Sehenswertes
erstellt am: 04.07.10
bereits gelesen: 303 mal
Weiterempfehlung: ja

Autor

ralle11
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REISEN INTERNATIONAL - Ambientereisen Gargulla
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Idyllische Seen und Jaunting-cars

Mit ihren ca. 9000 Einwohnern weist die Stadt die höchste Hoteldichte nach Dublin auf. Eine Touristenfalle, wie manche behaupten, sind Killarney und der Nationalpark jedoch nicht.

Der Tourismus hat in Killarney eine fast 250jährige Tradition. Der gesellige Earl of Kenmare, dessen Vorfahren das Land von der englischen Krone im Jahr 1588 erhielten, als sie noch schlicht Brown hießen, ließ 1756 eine neue Straße zu seiner Residenz in Killarney bauen, um den zahlreichen Jagdgästen die Anreise zu erleichtern. Er befahl desweiteren den Bau von Gasthäusern und veranlasste seine Pächter, für die Reisenden zu sorgen. Das blieb bis heute so, nur kümmert man sich heute in Killarney freiwillig um die Gäste aus aller Welt.

An die vornehme Zeit des Kurorts erinnert noch das Hotel von 1854, ?The Great Southern?, gleich gegenüber dem Bahnhof. Hier befindet sich auch die lokale Busstation. Später entdeckten die Amerikaner das Landstädtchen, der Dollar rollte, und heute umstehen mächtige Hotelbauten aus Glas und Beton die Ortschaft.

Trotz aller Anstrengungen dieser im 19. Jh. gegründeten Stadt, ihr Erscheinungsbild zu verbessern, bietet sie den an Architektur Interessierten nur wenig, abgesehen von der Kathedrale St. Mary. Hier in der Nähe befindet sich auch ein großes Einkaufszentrum mit angeschlossenem Parkplatz, auf dem man sein Auto für einen Stadtrundgang parken kann.

Erstaunlich groß ist aber das Angebot für Touristen. In der Stadt erhält man alle Mitbringsel Irlands, auch höherwertiger Qualität. Sehr schön sind auch die buit angestrichenen Pubs, in denen man genüsslich sein Guiness-Bier trinken kann. Die meisten befinden sich in der High Street.
An unterschiedlichen Orten in der Stadt, vor allem in der Nähe der Tore zum Mackross House, warten geduldig die berühmten jaunting-cars (Pferdewagen). Paul Morand, französischer Gesandter in Irland im Jahre 1916, hat sie beschrieben: ?..Die Straßen, wo diese charmanten und lächerlichen kleinen jaunting-cars, mit ihren zwei Rädern und einem Pferd fuhren, in denen die vier Rücken an Rücken sitzenden Passagiere wie Waren wirken, die in den zu beiden Seiten des Esels hängenden Körben transportiert werden?.

Kombinierte Pferdewagen- und Bootsfahrten können dem Reisenden einiges an landschaftlicher Vielfalt erschließen. Die ?klassische? Tour führt mit dem Jaunting Car um das Nordufer des Lower Lake zu Kate Kearnes Cottage; weiter geht es mit dem Pony, zu Pferd oder zu Fuß durchs Gap of Dunloe hinunter zum Upper Lake, von dort mit dem Boot nach Ross Castle und ? wieder per Pferdewagen ? zurück zum Ort. Man sollte eine solche Rundfahrt ruhig einmal mitmachen, wichtig dabei ist vor allem, dasss man sich auf die auffälligste Eigenart dieser Killarney-Kutscher einlässt: Ohne Unterlass preisen sie die Sehenswürdigkeiten entlang des Weges, das gehört sich eben so. Und um es spannender zu machen, werden oftmals einfach noch ein paar Geschichten hinzuerfunden, das ist man den Fremden schließlich schuldig. Auch wenn man nicht alles versteht ? lieber an der falschen Stelle lachen als gar nicht, der Kutscher wäre sonst beleidigt. Man kann sich allerdings in verschiedenen Geschäften Fahhräder leihen und damit eine Fahrt in die Umgebung unternehmen.


Etwa drei Kilometer außerhalb der Stadt Killarney in Richtung Killorglin auf der R 562, rechter Hand Aghadoe, Kirchenruine und Rundturmstumpf von 1072, das Kirchenschiff datiert wahrscheinlich auf das Jahr 1158. In die Südwand ist ein beschädigter Ogham-Stein eingemauert. Von dieser luftigen Höhe bietet sich ein phänomenaler Ausblick auf Lough Lein (Leane). "Lough Lein" ist gälisch und bedeutet "See der Weisheit". Die Ureinwohner der Region gaben dem Gewässer diesen würdevollen Namen, nachdem sie lange Zeit beobachtet hatten, wie gälische Stammesführer, englische Edelleute, ja sogar gekrönte Häupter hier erschienen, um sich von den Mönchen der Insel Innisfallen unterrichten zu lassen. Ein berühmter Schüler dieser Universität des Westens war Brian Boru, der später in ein Kloster in Aghadoe übersiedelte. Heute sind nur noch die Ruinen am Fuße des Hangs zu erkennen.

Am Ufer des Lough Leane liegt die Ruine von Ross Castle. Das Gebäude wurde vermutlich um 1500 von dem kokalen Clanchef O´Donoghue Ross errichtet. Nach einer alten Prophezeiung sollte das Schloss in die Hände eines vom Meer kommenden Kriegers fallen. Es wird berichtet, dass die Garnison flüchtete, als 1649 Cromwells General Ludlow landete, weil die Soladten glaubten, dass die Vorhersage eintreffe. In Wirklichkeit flohen die 150 Männer unter dem Kanonenfeuer Ludlows.