Mit knapp 1,5 Mio. Einwohnern (incl. aller Außenbezirke) ist Dublin (Baile Àtha Cliath) bei weitem größte Stadt Irlands und seit 1922 auch Hauptstadt der Republik. Der Name Dublin leitet sich ab vom irischen Wort „Dubh linn“, was soviel wie dunkler Teich bedeutet. Noch älter ist der offizielle irische Name der Stadt Baile Atha Cliath. Das nun heißt soviel wie? die Stadt an der Hürdenfurt und ist ein deutlicher Hinweis auf die Lage Dublins. Schließlich entstand hier an einer wichtigen Furt durch den Liffey, über die die Straße zur alten Hauptstadt Tara verlief, die erste
Siedlung.
Die Hauptstadt der Republik Irland, wirtschaftliche und kulturelle Metropole des Landes, ist eine Weltstadt mit erfrischend menschlichem Erscheinungsbild. Namen von Schriftstellern wie Joyce, Shaw und Beckett weisen in die Vergangenheit, Musiker wie U 2, Sinead O`Connery oder die Dubliners genießen heute weltweite Anerkennung. James Joyce verarbeitete die Erlebnisse in Dublin in seinem Jahrhundertwerk Ulysses.
Dublin, ist eine vibrierende Metropole, voller Aufbruchstimmung, ein kulturelles und wirtschaftliches Zentrum, das sich zu einer der Finanzhochburgen Europas entwickelt hat. Die Stadt ist ein Sammelbecken der Vielfalt und unterschiedlicher Interessen. Für die einen die Wiege der irischen Nation, für die anderen die heimliche Weltstadt der englischsprachigen Literatur. Eine Millionenstadt, in der dennoch alles überschaubar geblieben ist. Prachtvolle Fassaden im georgianischen und viktorianischen Stil prägen noch immer das Stadtbild trotz einiger moderner
Geschäftsbauten. Gerade das macht die Stadt so liebenswert.
In der City findet man elegante Geschäfte und Boutiquen, internationale Hotels, gute Restaurants und traditionsreiche Pubs. Das Pub ist auch in Dublin das wahre, typisch irische Ausgehvergnügen. Wenigstens 600 Public Houses soll es geben relativ gesehen weniger als im 17. Jh., als eine Zählung in jedem fünften Haus der Stadt eine Schenke fand. Bloom, im Ulysses vor sich hin denkend, kommt zum Schluss, man könne Dublin nicht durchqueren, ohne an einem vorbei zu kommen.
Zu allererst ist Dublin aber eine Stadt der unvermuteten Begegnungen, des Gesprächs und Witzes, geprägt von der Schlagfertigkeit und dem Charme seiner Menschen, die selbst dann noch lachen, wenn sie schon lange nicht mehr zu lachen haben Leben pur.
James Joyce sagte über die Dubliner: Die Dubliner sind die hoffnungsloseste, nutzloseste und widerspruchsvollste Rasse von Scharlatanen, der ich je auf der Insel oder dem Kontinent begegnet bin. (...) Der Dubliner verbringt seine Zeit mit Schwatzen und Rundgängen durch die Bars, Schenken und Spelunken, ohne je seine doppelten Quantitäten von Whiskey oder Home Rule satt zu kriegen, und nachts, wenn nichts mehr reingeht und er mit Gift angefüllt ist wie eine Kröte, stolpert er aus einem Nebenausgang und geht, geleitet vom instinktiven Wunsch nach Standhaftigkeit, an der geraden Häuserfront entlang und schrubbt seinen Rücken an alten Mauern und Ecken.
Heute ist die irische Metropole, in der rund 1 Mill. Menschen leben fast ein Drittel der gesamten
Bevölkerung der Republik trotz mancher Unansehnlichkeiten wieder eine kleine Schönheit. Temple Bar und die Gegend um St. Stephen´s Green sind Beispiele für eine erfolgreiche Sanierung. Die maroden Docklands an der Mündung des Liffey werden mit Milliardenaufwand zu einem internationalen Banken- und Finanzzentrum aufgemöbelt. Von Hochhäusern blieb die Stadt bisher
weitgehend verschont.
St. Stephen´s Green, das grüne Herz Dublins, ist ein großer Park im Stadtzentrum. Sir Arthur Guiness Lord Ardilaun, Spross der berühmtesten irischen Bierdynastie, schenkte den Park 1880 der Öffentlichkeit. Die älteste Grünanlage der Stadt zeigt noch heute mit ihren Teichen und der Bepflanzung das Gestaltungskonzept des Stifters und ist an sonnigen Tagen ein beliebter Treffpunkt. Gärtnerisch und bezüglich seiner Architektur mag Stephen´s Green wenig aufregend sein. Seinen Reiz verleihen dem Park die Menschen: Rentner auf den sprichwörtlichen Bänken, mal mehr, mal weniger entblößte Jugendliche auf dem Rasen, Ladies im reiferen Alter, die ihren Hund ausführen oder ersatzweise Schwäne füttern. Vornehmlich dient der Park aber den Studenten des Trinity College als Oase der Ruhe und Erholung. In der Nordwestecke des Stadtgartens verbirgt sich ein Denkmal für Wolfe Tone.
Der Phoenix Park im Westen ist mit seinem Zoo und seiner Pferderennbahn einer der schönsten Stadtparks der Welt. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen:
Abbey Theatre:
Es gehört ebenfalls zu den irischen Nationalheiligtümern. Es wurde 1904 auf Initiative von William Butler Yeats, Lady Augusta Gregory und J.M. Synge als Irisch National Theatre gegründet. Dort fanden die Uraufführungen von Stücken statt, die heute zu den Klassikern der Bühnenkunst gehören. In dem kleinen Theater begannen Filmstars wie Orson Wells und James Mason ihre Schauspielkarriere.
Mansion House:
Ein repräsentativer Bau aus dem frühen 18. Jh. mit Dachgalerie und einem Stadtwappen geschmückten Giebel. Strahlender Blickfang sind die eleganten Laternen am Eingang. Seit 1715 dient der Palast als Sitz des Bürgermeisters. Den Rundbau zur Linken setzte man 1821 daneben, um König Georg IV. Gebührend empfangen zu können. Dort verabschiedeten die Abgeordneten der Sinn Fein Bewegung 1919 die Unabhängigkeitserklärung. Heute wird das Gebäude vorwiegend für politische Versammlungen und Kongresse genutzt.
Leinster House:
In dem 1745 als Palais des Herzogs von Leinster errichteten Gebäude tagt nun seit 1925 das gegenwärtige Parlament der Republik Irland, das Dail Eireann. Angeblich hat dieser Bau bei der Konzipierung des Weißen Hauses als Vorbild gedient Zur Kildare Street zeigt sich Leinster House als ein typisches Stadthaus, während es zum Merrion Square hin eher an ein Landschloss erinnert.
Dublin Castle,
bildet das Zentrum des historischen Dublin. Die Wikinger errichteten dort im
Jahr 841 ein Fort, und die Anglonormannen erweiterten es später zum Schloss. Von der ursprünglichen mittelalterlichen Anlage sind heute nur noch zwei Türme und ein Stück mauer übrig. Der Rest wurde im 18. Jh. erneuert.
Während der englischen Herrschaft diente der Gebäudekomplex nicht nur als Residenz der Vertreter des Königs von England, sondern auch als Hauptquartier der Polizei und als Staatsgefängnis. Heute beherbergt es alle möglichen Ämter und Behörden. Die repräsentativen State Apartments kommen weiterhin bei Staatsempfängen zu Ehren.
Trinity College:
Hier studierten Berühmtheiten wie Jonathan Swift ( Gullivers Reisen), Oscar Wilde, Bram Stoker (Erfinder des Grafen Dracula), Samuel Beckett (Warten auf Godot) und Chris de Burgh. Auf Anweisung von Königin Elisabeth I. wurde die Universität 1592 gegründet, die ihren protestantischen Untertanen eine konfessionell korrekte Ausbildung ermöglichen wollte. Bis 1793 durften am Trinity College keine Katholiken studieren, und selbst danach belegte die katholische Kirche die protestantischen Universität mit einem Bann, der erst 1970 aufgehoben
wurde. Heute hat das Trinity erstmals sogar einen katholischen Präsidenten.
Das auf einer Fläche von 2 qkm angelegte College ist mit seinen düsteren Gebäuden aus dem 17. bis 19. Jh., den kopfsteingepflasterten Höfen und den Sportflächen eine Musterbeispiel
für einen englischen Campus, wie man ihn auch in Oxford oder Cambridge findet. Einer der ältesten Bauten ist die Old Library (1712 bis 1732), die nach dem Vorbild des Trinity College in Cambridge entworfen wurde. Mittelpunkt der alten Bibliothek ist der Long
Room, mit 64 Metern der längste Bibliotheksraum Europas. Seit 1801, so will
es ein nach der irischen Unabhängigkeit weiter gültiges Gesetz, hat die Bibliothek des Trinity Colleges Anspruch auf ein kostenloses Exemplar von jedem in Großbritannien oder Irland verlegten Buch. Der Bestand umfasst etwa 3 Millionen Bände, und jedes Jahr kommt ein weiterer Regalkilometer hinzu. Der Long Room verwahrt die 200.000 wertvollsten Werke, also vor allem die handgeschriebenen Manuskripte und Prüfdrucke.
Den größten Schatz der Trinity Bibliothek bildet das legendäre Book of Kells, eine reich bebilderte Handschrift, die etwa um 800 entstanden ist. Die 340 prächtig illuminierten Blätter mit dem Text der Evangelien wurden in den fünfziger Jahren des 20. Jh. restauriert und in vier Bände neu gebunden. Täglich wird eine neue Seite aufgeschlagen. Ferner werden hier die älteste Harfe Irlands, auf der angeblich Brian Boru geklimpert haben soll und eines der sieben noch erhaltenen Originalmanuskripte, die anlässlich der Ausrufung der Republik nach dem Osteraufstand von 1916 verlesen wurden aufbewahrt.
die Bank of Ireland:
Der fensterlose Koloss gegenüber des Trinity College stammt aus dem Jahre 1729 und beherbergte lange Jahre das irische Parlament. Als sich 1800 das Parlament selbst auflöste, erwarb die Bank of Ireland das Gebäude mit der Auflage, es so umzubauen, dass es für große Versammlungen und Debatten nicht mehr zu gebrauchen wäre, und nutzt es seit 1808 als Hauptsitz. Eintritt frei
Four Courts,
Das Meisterwerk unter den georgianischen Repräsentativbauten entstand 1786-1802,ist jetzt Oberster Gerichtshof und wurde ebenfalls während des Bürgerkriegs 1922 stark beschädigt. Rebellen verschanzten sich während der Kämpfe hier, bis Regierungstruppen schweres Feuer eröffneten. Erst in den 1930er Jahren wurde es wieder instandgesetzt. Über einem Zentralbau mit korinthischen Säulen thront eine Dachtrommel mit flacher Kuppel. Von ihm gehen Seitenflügel aus, die vier Höfe umfassen daher der Name des Gebäudes.
City Hall,
General Post Office. 1818 nach den Plänen Francis Johnsons, des berühmtesten Architekten der georgianischen Zeit erbaut. Ostermontag 1916 besetzten 100 Männer der Irish Volunteers unter Padraig Pearse und die Citizen Army unter James Conolly das GPO und riefen die unabhängige Republik Irland aus. Eine Woche lang hielten die Aufständischen stand, bis Regierungstruppen das Postamt unter Beschuss nahmen und die Rebellen aus dem brennenden Gebäude flüchten mussten. Nachdem die Besetzer des Postamts die Waffen gestreckt hatten, wurden ihre Rädelsführer exekutiert, mit Ausnahme de Valeras, der amerikanischer Staatsbürger war. Keiner konnte ahnen, dass er später mal Präsident der Republik werden würde.
Die Öffentlichkeit, die der Unabhängigkeitsidee bis 1916 nur wenig Wohlwollen entgegengebracht hatte, wurde durch die Hinrichtung der irischen Patrioten wach gerüttelt, worauf hin viele sich auf deren Seite schlugen. Bei den Wahlen zwei Jahre später gewann die nationalistische Partei über drei Viertel der Mandate.
Mit dem Osteraufstand begann der Kampf um die Unabhängigkeit. Das GPO wurde danach liebevoll restauriert und 1929 wieder eröffnet. Gemälde und Texttafeln in der Schalterhalle schildern Ereignisse. An den Säulen der Hauptfassade lassen sich noch die Einschläge der Geschosse ausmachen.
Die beiden größten und prachtvollsten Kirchen Dublins sind die Christ Church und St. Patrick`s Cathedral. Die St. Patrickà Cathedral soll auf dem ältesten christlichen Grund Irlands stehen. Nachgewiesen ist zumindest, dass 1190 an dieser Stelle eine Kirche erbaut wurde.
Der Legende nach hatte hier bereits St. Patrick eine Kapelle und taufte die Menschen mit dem Wasser einer heiligen Quelle. Der Stein von Patricks Quelle liegt in der Nordwestecke neben dem Aufgang zum Turm.
Oliver Cromwell, zartfühlend wie immer, wählte das 1191 eingeweihte Gotteshaus als Stallung für die Pferde seiner Armee.
Jonathan Swift war von 1713 bis 1745 Dekan der St. Partick`s Cathedral. Sein Grab im Kirchenschiff ist ein regelrechter Wallfahrtsort geworden. Neben ihm hat auch seine Angebetete Stella, die eigentlich Esther Johnson hieß, ihre letzte Ruhestätte gefunden. Swift verhalf ihr durch sein eigens für sie geschriebenes Tagebuch zu literarischer Unsterblichkeit. Doch so ausschließlich waren Swifts Gefühle für Stella nicht. Neben ihr hatte er eine andere Geliebte, ebenfalls eine Esther, der er den Namen Vanessa gab. Zehn Jahre lang, bis zum Tod Vanessas, lebten die beiden Frauen, ohne je voneinander zu erfahren, in unmittelbarer Nähe zu dem Kirchenmann, der beide in dem Glauben ließ, die einzige zu sein. Seine Grabinschrift hat Swift selbst verfasst.
Der Autor von Gullivers Reisen prangerte in seinen Schriften nachdrücklich die Korruption der Kirche und die Unterdrückung des irischen Volkes an. In seinem von schwarzem Humor
durchtränkten Modest Proposal regte er beispielsweise an, die irischen Babies zu mästen, damit die reichen Engländer einen schönen fetten Braten hätten.
Christ Church Cathedral:
Wurde um 1038 im Auftrag des Wikingerkönigs Sitric Silkenbeard (Seidenbart) erbaut und auf Befehl des anglonormannischen Eroberers des Earl of Pembroke (Strongbow) durch eine
steinerne Kirche ersetzt. Im Jahre 1878 wurde der Dom im neogotischen Stil restauriert. Die wenigen Überreste des ursprünglichen Bauwerks belaufen sich auf ein paar Steine im Garten.
Das Grab Strongbows steht genau so wie das Grab Swifts im Mittelpunkt des Interesses. Wo sich die Gebeine des Normannen tatsächlich befinden, ist bis heute unklar. Als 1562 das Dach der Kirche einstürzte, wurde auch das Grab zerstört. Die Gebeine blieben darauf hin unauffindbar. Da es aber unter Dublinern Kaufleuten Usus war, an Strongbows Grab Verträge zu besiegeln, legte man nach dem Wiederaufbau einfach einen Ersatzritter in die Gruft. Andernfalls wäre vermutlich das Dubliner Geschäftsleben zum Erliegen gekommen.
Doors of Dublin. Merrion Square bietet schöne Beispiele für die bunt angemalten Türen in Dublin. Die strengen Bauvorschriften des 18. Jh. ließen den Hausbesitzern wenig Freiraum für individuelle Gestaltung, und so suchte man sich in Details wie eben Türen, Oberlichtern und kunstvoll geschmiedeten Fußabstreifern vom Nachbarn zu unterscheiden. Merrion Square war lange Zeit die erste Adresse der Stadt.
Das Flüsschen Poddle, das seit langem unter Beton und teilweise unter der Dame Street fließt, mündet am Wellington Quay in die Liffey, wo sich auch die Liffey Bridge, besser bekannt unter dem Namen Ha`penny Bridge, über den Fluss spannt. Den Spitznamen erhielt sie wegen des Wegezolls von einem halben Penny, den man bis 1919 entrichten musste.
Zwischen der Liffey und der breiten Dame Street erstreckt sich der Bezirk Temple Bar. Der Ostteil von Temple Bar lag im Mittelalter außerhalb der Stadtmauer und gehörte zu einem Augustinerkloster. Seit dem frühen 18. Jh. allmählich bebaut, war es lange Zeit ein anrüchiges Viertel der Pubs und Bordelle. In den 60er Jahren sollte das heruntergekommene Quartier abgerissen und durch einen Busbahnhof ersetzt werden. Doch die Planung verzögerte sich, und Temple Bar überstand so die Zeit der Kahlschlagsanierungen.
Seit 1980 hatte sich hier die alternative Szene ein Refugium geschaffen mit kleinen Läden, Galerien, Pubs, Restaurants und jede Menge soziale und kulturelle Initiativen. Heute ist Temple Bar ein lärmendes Schicke-Micki-Viertel, in dem die teuren Restaurants aus dem Boden schießen und sich die Touristen auf die Füße treten.
Old Jameson Distillery:
Auf dem Gelände der 1971 geschlossenen und abgerissenen Schnapsfabrik wurde ein
Brennerei-Museum installiert. Nach einem einführenden Film erfährt man anhand von Repliken mehr über die Whiskey-Herstellung, auch eine Probe gehört selbstverständlich dazu. Eintritt 5 Euro. Midelton besser!!!
Guinness Bier:
Göttlich fand Queen Victoria das Bitter Bier, der Dichter Brendan Behan nannte es Irlands größte Kulturleistung. Guinness is good for you, lautet der Werbespruch der bekanntesten Brauerei irischen Dunkelbiers, bis 1939 der Welt größte Braustätte, heute immerhin noch die mit der größten Stout-Produktion.
2,5 Millionen Pints verlassen täglich die Zentralbrauerei in Dublin, das sind rund anderthalb Millionen Liter. Acht Millionen Gläser Guinness werden täglich in über 140 Ländern dieser Erde getrunken, 5000 Menschen sind bei Guinness beschäftigt, weitere 30.000 hängen indirekt ab vom big business des Bieres, 250 Millionen Pfund zahlt der Konzern alljährlich in die Staatskasse. Einzige irische Stout-Konkurrenz sind Murphy´s und Beamish in Cork. Mit rund 80% Anteil beherrscht Guinness den Markt, lässt brauen in England, Jamaika, Malaysia, Nigeria, Ghana und Kamerun.
Guinness ist gut für Gemüts-, Magen- und Nierenkranke und natürlich gegen Unterernährung und werdenden Müttern wird es ohnehin verschrieben: Guinness ist gut für dich, es gibt nichts besseres. Und damit das so bleibt, produziert der Konzern für die verschiedenen Exportländern verschiedene Varianten seines Stout, abgestimmt auf den jeweiligen Markt, auf den jeweiligen Geschmack.
Erfunden haben es übrigens wieder einmal die Engländer, dieses Dunkelbier, ehemals Porter genannt, das sich in London des 18. Jh. großer Beliebtheit erfreute. Doch dann begann 1759 am St. James Gate in Dublin ein gewisser Arthur Guinness damit, sein eigenes Dunkelbier zu brauen, nach eigenem Rezept, versteht sich. Schon bald trat das Irish Stout seinen Siegeszug um die Welt an. In der 7. Generation hält der Guinness-Clan geadelt inzwischen mittlerweile die Firmenleitung, und natürlich mischt man auch in allerlei bierfremden Branchen kräftig mit.Es ist sehr beschwerlich, mit dem Auto durch Dublin zu fahren. Gerade morgens und zum Feierabend bewegt man sich nur schrittweise vorwärts. Empfehlenswert ist es mit einem CityTour-Bus (Hop on - Hop off) die Stadt zu erkunden. Man kommt an allen Sehenswürdigkeiten vorbei, kann dort den Bus verlassen und danach wieder einsteigen und weiterfahren. Ein- und Aussteigepunkt ist die Upper O´Connell Street.7