Donnerstag, 1. Juli 2010
S a l v a d o r d a B a h i a - Brasilien - der Pelourinho - das kulturelle Zentrum der Stadt
Kommt man in Salvador da Bahia mit dem Schiff an führt der erste Weg zum
E l e v a d o r L a c e r d a (das ist ein Schnellaufzug ,der täglich geschötzte ca 50 Tausend Leute befördert) ) und der die Unterstadt von Salvador mit der Oberstadt verbindet.
Die Fahrt mit dem Elevador Lacerda nach oben zur Oberstadt ist nicht kostenlos ( kostet zu deutsch "nur Pfennige" - man muß sich Tickets an der Kasse vorher holen)
Oben angekommen hat man von einer großen Plattform direkt am Fahrstuhl-Ausgang gelegen zuerst einen wunderbaren Blick auf das riesige Hafengelände , wo gleich daneben der Mercadomodelo ist . Früher war hierim Mercadomodelo der Umschlagplatz der Unterstadt für Lebensmittel,Vieh aber auch " Aufbewahrung " von Sklaven. Eine Wendeltreppe aus der riesigen Halle führt nach unten in das ehemalige Verlies zur Besichtigung. Gruselig, wenn man daran denkt, dass hier tausende Sklaven eingepfercht waren so lange, bis sie "verkauft " wurden an reiche Grundbesitzer.
Heute ist der M e r c a d o m e d a l o ein Touristenmarkt mit über 60 Läden, in denen viele afro- brasilianische Mitbringsel erstanden werden können, aber auch man den Capoeiragruppen zuschauen und selbst mittanzen kann.
Auch hat man von der oberen Plattform des Fahrstuhls einen Ausblick auf ein unterhalb gelegenes mondäne Denkmal (Skulptur), wo keiner so richtig weiss, was es sein soll.
Der Volksmund sagt ; es ist der "Arsch ( Verzeihung dieser Worte) des Bürgermeisters" ! Und hat man viel Phantasie, sieht es auch wirklich wie ein A..... aus !
Also einfach hinfliegen und anschauen !
Im oberen Teil der Stadtangekommen trifft man schnell auf den P e l o u r i n h o ( zu deutsch :Pranger) .
Die Altstadt rund um den Pelourinho gehört seit 1985 zum UNESCO -Weltkulturerbe.
Viele Häuser sind umfangreich restauriert worden und in vielen befinden sich heute kleine Geschäfte, Cafes, Restaurants und direkt auf dem Platz kann man fast täglich zuschauen wie Capoeira - Gruppen ihre Tänze zeigen. Mitmachen ist erlaubt!
Auch begegnet man hier immer den B a i a n a s , den kräftig gebauten Frauen in ihrer typischen weiss-bunten Kleider- Tracht .
Die Baianas sind ser oft auch nur in weiss gekleidet, fast immer dunkelhäutig und tragen immer Glasperlen -oder Muschelketten.
Noch heute verkaufen die Baianas an Imbißständen leckeres Essen..... mal probieren ; z.B. A c a r a j e - das sind Bällchen aus Bohnenmus und Krabben in heißem Palmöl frittiert .
Oder man ißt die leckere Süßspeise Acai....direkt am Pelourinho gibt es ein kleines Cafe direkt neben einem Reisebüro ( wo man übrigens deutsch spricht!) ; dort ist das richtig lecker und eine riesige Portion ...reicht für 2 Personen.
Acaraje selbst, die Bällchen aus Bohnenmus frittiert gibts an jeder Ecke ...schmeckt super lecker und ist auch nicht teuer .... wir haben fuer 1 Portion ( 5 Stck ) umgerechnet ca 0,50 ct. bezahlt. Preisangaben aber ohne Gewähr( können sich ggfl. ändern) und auch Acai kann man auch in jedem Eiscafe bekommen.
Mein Tipp : auf nach Brasilien und an einem der vielen Straßen-Stände oder am Strand essen.
Um den Largo do Pelourinho herum befinden sich einige kleine Kirchen; zum Teil muss man als Ausländer Eintritt zahlen zur Besichtigung .Aber innen : einfach phantastisch und auch hier sieht man das kulturelle Erbe des Portugiesischen Touchs ..... viel vergoldet im Inneren der Kirchen .
Achtung : über Mittag haben viele der Kirchen geschlossen und man kann nichts besichtigen .
Der Largo do Pelourinho war früher der Ort der Rechtsprechung und des Strafvollzugs - direkt in der Mitte des Platzes befindet sich noch heute eine große Säule, sozusagen früher war dies der Schandpfahl und bis zum Jahre 1835 war der Platz auch Sklavenmarkt.
Zum Glück hat der Platz heute eine andere Funktion- hier trifft sich die einheimische Bevölkerung mit den ausländischen Gästen der Stadt. Überall hört man andere Sprachen!