Man ist in Salvador da Bahia und die Fahrt zur etwas außerhalb des Stadtzentrums gelegenen Wallfahrtskirche , der Igreja do Bonfiim , sollte unbedingt mit gemacht werden.
Die Kirche selbst liegt auf einem kleinen Hügel - sie wurde im Jahre 1745 -1746 gebaut.
So richtig prachtvoll ist eigentlich nur die Abendbeleuchtung , ansonsten sieht sie eigentlich von außen irgendwie wie jede Kirche aus.
Es gibt eine große Vortreppe und hier findet man tagsüber vpr allem viele weiß gekleidete Candomble-Anhängerinnen. Das sind die Frauen , die vor allem hier vor der Kirche die verschiedenfarbigen bunten Bändchen ( die fintinhas) anbieten.
Dazu eine kleine Geschichte :
Während die "Dame in Weiß" die Bändchen am Handgelenk mit drei Knoten verschließt sollte man sich 3 Wünsche ausdenken , die jedoch nur dann in Erfüllung gehen werden, wenn man die Bänder solange trägt, bis sie von selbst abfallen.... Und das kann manchmal ewig dauern.
Geht man in die Kirche hinein so kann man wunderbare Deckenmalereien sehen.... aber ein Nebenraum " beherbergt " noch etwas recht Außergewöhnliches.
Hier hängen von der Decke herab oder an den Wänden alle möglichen Sachen in Pappmachee oder anderem Material gearbeitet ( Gips usw.) von all möglichen "Gebrechen " kranker Leute.
Ziemlich lustig sieht das aus, wenn man sieht , dass der eine ein krankes Bein von sich dort aufgehängt hat ( natürlich aus Pappe) , der andere einen gebrochenen Arm oder ganz verrückt : manch einer hat eben mal grad Erektionsstörungen....da hängt eben mal so ein Ding in Pappe von der Decke runter....
Der Aberglaube will, dass man eben dadurch wieder gesund wird und die Leiden vergehen. Wer´s glaubt !!
Kleine Zettelchen mit Namen der betreffenden "Leidenden " sind auch dran.
Na, ich kannte ja keinen zum Glück.