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27.05.2012

Reisetipp Landesinnere in Türkei

Reiseland: Türkei
Region: Landesinnere
Ort: Van
Rubrik: Sehenswertes
erstellt am: 23.02.11
bereits gelesen: 562 mal
Weiterempfehlung: ja

Autor

GLOBUS
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Reisebüro GLOBUS Döbeln
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Hoch hinauf zu den Resten von Cavustepe/ Sardurihilini

Ehrlich , viel zu sehen gab es von der einstmals riesigen urartischen Festung S a r d u r i h i l i n i , auf einem langgezogenen Hügel gelegen ,eigentlich nicht mehr. Hin sind wir aber trotzdem .
Unterhalb des Berges gibt es einen Parkplatz- nach oben sozusagen "aufs Plateau" da muss man zu Fuss gehen.
Bei glühender Hitze ( hatten wir an dem Tag !) machte das allerdings wenig Spass - wir sind aber trotzdem hoch so nach dem Motto :Wenn wir schon mal hier sind, da wollen wir auch alles sehen ...wer weiß, wann wir das nächste mal hierher kommen !
Die mitgenommene Wasserflasche war schon alle, da waren wir noch nicht mal richtig oben - der Weg ist steil, aber gut befesttigt.
Die einst wirklich mächtige Burganlage bestand damals aus einer Ober -und Unterburg.
Die Haupt-Blütezeit dieser urartischen Stadt war zwischen 764 und 735 v.Chr.; gebaut wurde sie vom urartischen König Sarduri II.
Strategisch war die Festung damals ideal gelegen und absolut wichtig - weithin sichtbar zu allen Seiten konnte man Feinde schon sehen . Auch eine wichtige Heerstrasse führe direkt hier am Berg vorbei.
Die Festung Sardurilinhi war zu der Zeit gebaut worden ,als das Königreich Urartu sehr mächtig war.
Ausgrabungen , die in den Jahren 1961 bzw. 1986 hier oben auf dem Berg stattfanden ,haben ergeben, dass es eine Akropolis in der Unterstadt gegeben haben muss und mehrere Tempel, einen riesigen Palast, Werkstätten,Depots,Ställe in der Oberstadt...heute sieht man nur noch die Reste der Anlagen.
Es gab Zisternen zur Wasserspeicherung und das Verrückteste, was man entdeckt hat , war eine königliche Toilette - siehe auf einem der Bilder ....mein Mann steht daneben !
Auch mehrere Steinplatten mit urartischer Keilschrift am Irmusini-Tempel sind phantastisch erhalten(siehe Bild).
Man hat bei den Ausgrabungen sogar Getreidekörner und Reste eines riesigen Getreidelagers noch gefunden und man vermutet , dass diese Körner ( sie waren schwarz) aus eben dieser Zeit sind.
Die Festung selbst wurde dann im 7.Jhd. v.Chr. wahrscheinlich von den Skythen zerstört ( genau weiss man es leider nicht !) , später im Mittelalter wurden die Steine der Festung von der hier lebenden Bevölkerung zum Bau von Häusern verwendet.
Gebaude sind deshalb heute kaum noch zu finden ...nur eben die Reste davon und die Umrisse/Mauern .
Hinweis : Besichtigung dauert ca 1 Stunde und unbedingt genügend Wasser mit hochnehmen.
Die Festungsanlage ist ca 25 km von Van südöstlich entfernt.

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