Zum Programm , eine Wanderung zur Elb-Quelle ( sie entspringt auf einer Höhe von 1386 Meter ü.M. im tschechischen Teil des Riesengebirges ) zu machen gehört zu allererst : festes Schuhwerk ; am besten Wanderschuhe! Auch wanderstöcke sind ganz ratsam.
Mit leichten Schuhen und ggfl. Sandalen sollte man den Aufstieg auf keinen Fall wagen !
Und vor allem auch warme Kleidung mitnehmen, denn auch bei Sonne ist es doch recht windig unterwegs.
Wir befinden uns hier im Riesengebirgs-Nationalpark, den es auf tschechischer als auch auf polnischer Seite gibt.
Will man mit dem PKW in den Nationalpark einfahren , muss man an einer Mautstelle am Ortsausgang von Spindlermühle sich eine Genehmigung holen, um weiter fahren zu dürfen.
Der Eintritt war kostenlos per PKW- als Wanderer zahlt man eh nichts.
Von Spindlermühle ( Spindleruv Mlyn) aus entweder den Bus Richtung Spindlerova Bouda nehmen : Fahrtzeit ca 30 Minuten oder per Taxi ( Preis pro Person 50 Kcs.= ca 2,50 € ) .
Von dort aus den Riesengebirgs - Kammweg direkt an der Grenze zuerst lt. Ausschilderung Petrova Bouda gehen : rote Ausschilderung!
Links ist man jetzt auf tschechichem Gebiet ; rechts bereits in Polen; ab und zu kommt der Hinweis : Pozor Statni Hranice (Achtung Staatsgrenze ) .
Der Weg / eine zum Teil asphaltierte Strasse steigt nach einer Weile leicht an, geht dann allerdings später in eine holprige Strecke nach der Petrova Bouda über.
Bis zur leider geschlossenen Petrova Bouda ist es ein Fussmarsch von ca 1Std 15 Minuten immer fleißig bergauf.
Es geht vorbei an ausgedehnten Kiefern -und Fichten - Wäldern und vor allem Unmengen von Heidelbeer-Sträuchern . wo man allerdings erst im August die leckeren Früchte finden kann.
Der Weg schlängelt sich mal rüber und hinüber beidseitig der Grenze. Grenzer sieht man eh keine !
Nach der leider geschlossenen ( sie verfällt ileider auch mmer mehr ) Petrova Bouda wird der Weg felsig und sehr steil , um hinauf auf den 1. Gipfel des Riesengebirgs-Kammweges zu kommen .
Zwei große Kletterfelsen sieht man schon von weit her.
Oben angekommen sollte man die Felsen als Aussichtspunkt nutzen und vor allem eine kleine Pause einlegen.
Man kann hier bei guter Sicht bis nach Polen hinunter Richtung Karpacz in der Ferne schauen und sieht auch mehrere große Seen auf polnischer Seite.
Evtl. sollte man ein Fernglas bei sich haben !
Auch der Blick den Weg zurück zur Spindlerova Bouda bzw. Petrova Bouda ist ganz gut und man sieht, welchen Aufwärtsweg man eigentlich schon bewältigt hat.
Ab hier von der leider geschlossenenen Petrova Bouda wird der Weg dann ziemlich holprig und mit viel Mühe wurden hier früher Steine als Wegplatten verlegt.
Man muss teilweise ganz schön aufpassen, worauf man tritt - die Steine sind teilweise recht wackelig.
Zum Glück hatten wir tolles Wetter .
Ehrlich : bei Regen möchte ich diesen Weg lieber nicht gehen - er ist sicher sehr rutschig und glatt, zumal es auch teilweise sehr steil bergab geht ohne jegliche Festhaltemöglichkeit !
Steil geht es jetzt erst mal ohne Geländer auf den Platten noch oben weiter und dann wieder bergab und nochmal aufwärts wieder steil abwärts auf zum Teil sehr wackeligen Steinen.. Umgeben ist man hier oben von vielen mit Flechten bewachsenen Felsen.
Nach ca 30 Minuten kommt eine Wegkreuzung direkt auf einer Lichtung erneut mit dem Hinweis :Pozor Statni Hranice !( zu deutsch :Achtung Staats - Grenze !) . und einer kleinen Spitzdach -Hütte .
Eine kleine Rast kann hier wieder eingelgt werden.
Wir sind jetzt hier an der Wegkreuzung die blau gekennzeichnete Ausschilderung links Richtung Martinova Bouda weitergegangen - immer abwärts auf einem zum Teil erneut etwas holprigem Weg.
Die Bergbaude auf einer Höhe von 1255 Metern ü.M. war geöffnet und lädt jederzeit zu einem leckeren Essen ein mit moderaten Preisen.
Von der Spindlerova Bouda bis zur Martinova Bouda etwa zu Fuss bei normalem Schritttempo knapp 2 Std., 20 Minuten ( mit Rast an den Felsen ).
Recht schwer fällt nach dem Essen das Weitergehen - 2 Möglichkeiten gibt es jetzt :
1. Bis zur Elbquelle geht es jetzt immer weiter aufwärts ; der Weg wird schlechter und immer schmaler und vor allem auf ziemlich wackligen Steinen.
Dauer von hier aus nochmal ca 2 Std. mindestens.
Das Elbquellgebiet ist ein einziger "matschiger Berg " - von überall aus dem Berg kommt hier Wasser und fliesst bergab, was sich ein wenig weiter unten in einem Flussbett sammelt und so als "Mini -ELBE" abwärts rauscht.
Kleine Wasserfälle und Kaskaden runden die ersten paar Kilometer der Elbe ab .
Von rechts und links kommen auf der Talfahrt Richtung Spindleruv Mlyn immer kleine Flüsschen dazu , die den Fluss sozusagen "füttern ". Das Wasser ist klar und jetzt im April so richtig kalt.
Will man den recht schwierigen Weiter- Aufstieg Richtung Quelle nicht mehr machen ,so kann man als 2. Möglichkeit ab der Martinova Bouda eine fast schnurgerade steile Strasse nach unten Richtung Spindlermühle gehen - es geht ganz schön "in die Waden " der recht steile Abwärtsweg per Asphalt- /Beton-Strasse.
Nach ca 1,5 Stunden kreuzt man die Hauptstrasse im Nationalpark , welche hinauf zur Spindlerova Bouda führte.
Wenn man Glück hat kommt hier der Nationalpark -Bus ( fährt immer zu jeder vollen Stunde oben am Kammweg ab) Richtung Spindlermühle und in knapp 6 Minuten ist man wieder im Ort, oder man geht den Rest zu Fuss .
Das bleibt allerdings jedem Wanderer selbst überlassen.
Die Wanderung sollte als Tages-Ausflug eingeplant werden - ggfl. Wanderkarte vorher organisieren mit entsprechender farbiger Wegkennzeichnung.
Wichtiger Hinweis : Der Weg ist für Gehbehinderte absolut n i c h t geieignet ebenso auch nicht für Wanderer mit Kinderwagen !