Unbedingt bei einer Fahrt ins Landesinnere in Oracabessa an einem Sonntag stoppen.Von ca 10.00Uhr an bis weit in den Nachmittag hinein trifft sich hier der ganze Ort.Es ist , zu deutsch gesagt ,der "Hammer, was hier abgeht". Vergleichbar mit einem Rockkonzert.Alle Leute sind sonntäglich angezogen ( man legt noch sehr viel Wert auf entsprechende Kleidung zum Kirchgang) ; die Frauen in Weiss , Kostüm o.ä. , die Männer mit Anzug und auch die Kinder ganz festlich....Jeans sind tabu !Ganz gemächlich geht es mit der Predikt durch einen Pfarrer los, dann spricht auch schon mal irgendeine dorfbekannte Person oder jemand aus der Region.Dazwischen immer mal wieder Gospel-Gesänge ...... man steigert sich und die Musik wird immer lauter. Ein Chor ist ja auch da.Emotional steigert man sich auch...kann schon mal vorkommen , dass getanzt wird und mit den Händen geklatscht wird..Dann ist es wieder ruhig- die Predikt geht weiter. Es werden Personen des Ortes / der Region gelobt oder über sie gesprochen, wenn sie etwas hervorragendes geleistet haben zum Wohel aller in der Region..Wir als Gäste, die am Gottesdienst teilnehmen durften, wir wurden ganz feierlich begrüßt und mit viel Hallo aufgenommen in die Gemeinschaft.Immer wieder geht es musikalisch weiter mit Gesang und Klatschen ; eine Band spielt auch mit Gitarre, Keybord,Schlagzeug und der Chor singt dazu.Automatisch werden auch wir mit der Musik mitgerissen und singen mit , klatschen mit....sehr zur Freude der Dorfbewohner!Die Musik wird lauter und lauter und immer lauter und irgendwann ist es so weit, dass sich manch ein Dorfbewohner fast in Ekstase befindet.Kein Mensch sitzt mehr auf den harten Holzbänken oder Stühlen .Es kommt dann irgendwann mal der Abschnitt , da küsst man und umarmt sich gegenseitig und man ist einfach happy. Auch wir wurden geküsst und umarmt von wildfremden Menschen.Plötzlich wird es wieder ruhiger, die Musik hört auf ,der Chor singt nicht mehr und die Predikt geht weiter.Gleichzeitig geht jemand rum und sammelt Spenden ein. Man sollte also unbedingt etwas Kleingeld in Scheinen in Jamaika-Dollar dabei haben .Es wird sehr gern gesehen , beteiligen sich die Gäste an der Spenden -Sammlung. Uns wurde gesagt, dass man einen Teil der Spenden auch dafür verwendet, ganz arme Bevölkerungsschichten im Dorf zu unterstützen.Natürlich haben wir alle etwas Kleingeld gegeben.Auf jeden fall ist es toll gewesen, mal so etwas life zu erleben.Deshalb unbedingt die Reiseleitung vor Ort fragen, ob so ein Besuch machbar ist, wenn dafür Interesse besteht.Man vergißt es jedenfalls nicht so schnell.Wir sind ca 1,5 Stunden geblieben, dann weitergefahren....... Die Musik und der Gesang in der Kirche war noch nicht zu Ende.